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Alice Mohrenschildt

Alice Kunst befindet sich irgendwo zwischen Buffy-Siebdruck und Systemkritik, zwischen Mikrofon und Schweißmaschine.

Alice Mohrenschildt, 25 Jahre fresh, studiert Druckgrafik an der Angewandten und ist in der Wiener Kunstszene keine Unbekannte mehr. Sei es mit ihrer Musik, ihren Siebdrucken, Plattenlithografien, Graffitis, Linolschnitten, Porzellan- und Keramikbemalungen, egal ob Digital oder mit Acryl, Wachskreise und Tusche – Alice künstlerischem Wesen ist keine Grenze gesetzt und sie bleibt stets ihrer Grundphilosophie treu. Nämlich: Auffallen.
Man könnte meinen Alice lebt ihre Kunst ganz nach der Liedzeile aus „Mfg“ von den Fantastischen Vier „Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf.“

Ihre Kunstthemen sind mindestens genauso breit gefächert, wie die Materialen und Techniken, mit denen sie arbeiten kann. Von einem Emil und die Detektive inklusive Lil‘ Kim und Feuerlöscher Siebdruck, über abstrakt-tropische Porzellanteller und Vasen, bis hin zu digitalen Träumen eines trashigen 90er Jugendzimmers oder skurrilen Akten ist bei ihr alles zu finden. Ich mein‘ letztens hat sie einen Schweißer Kurs besucht und sich selbst eine Metallgitter Tasche „schnell zamgschweißt“ wenige Stunden bevor sie am Angewandte-Festival kuratierte. Alice ist also eine Alleskönnerin und Allrounderin wie aus dem Bilderbuch. Obwohl sie das Bilderbuch wahrscheinlich verbrennen und ihr eigenes basteln würde.

Oftmals systemkritisch, öfters mal 90er und 2000er Jahre fanatisch aber eigentlich immer on Point präsentiert sich ihre Kunst. „Cute but aggressive“ beschrieb sie eine Freundin einst.
Damit ihr nicht nur einen externen, sondern auch einen internen Eindruck von Alice ihrem Wesen und Kunst bekommt, durfte ich ihr ein paar Fragen stellen.

Was verbindest du mit Wien?
Ich verbinde mit Wien absolute Spontanität, so eine Art fluidness. Also dass alles hier nebeneinander existieren kann. Dass Wien mega schön und zugleich mega hässlich sein kann, alt und neu gleichzeitig. Wien ist extrem frei und trotzdem ur veraltet in manchen Sachen aber all in all eine sehr kreative, künstlerische, freie Stadt, in der im Prinzip alles möglich ist. Die Wiener haben die ur eigenwillige Art, die aber super liebevoll ist, obwohl sie auf den ersten Blick nicht so erscheint.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Meine Inspiration kommt sicher größtenteils von Musik, von Fashion, von anderen Künstlerinnen und Musikerinnen natürlich auch. Von meiner Umgebung, von meinem täglichen Leben, von der Natur, von sozialen und gesellschaftlichen Gefügen und Situationen. Und von Farbkombinationen (lacht), falls das Sinn macht.

Worauf bist du besonders stolz?
Wenns auf meine Kunst bezogen ist, bin ich besonders stolz auf die Sachen wo ich mich herausgefordert hab und wo ich Dinge ausprobiert hab, die nicht in meiner Comfortzone liegen. Das sind in den meisten Fällen dann die Sachen, die auch funktionieren, wo ich selbst sehr überrascht bin.
Wenns um mich als Person geht bin ich besonders stolz selbst-bestimmt zu sein. Besonders stolz drauf, sehr eigenwillig zu sein und meinem Kopf immer zu folgen. Und durch meine Art und Auftreten und mein Ich-Sein herauszustechen.

Was ist deine liebste Art dich kreativ auszudrücken?
Besonders facettenreich auf jeden Fall. Ich erfind mich gerne immer wieder neu, finde immer wieder neue Seiten, die ich davor nicht gesehen hab. Ich mach genauso gerne Bildende Kunst wie Musik, das ist ziemlich ausgeglichen.

Wenn du einen Wunsch frei hättest welcher wäre das?
Wenn ich ehrlich sein soll, hätt ich gerne so telepathische Fähigkeiten. Das wär geil – das würd ich sehr feiern. Wie Prue Halliwell von Charmed. Beamen wär aber auch cool. Es sind auf jeden Fall sehr eigennützige Wünsche (lacht) oder so Buffy-Power wär auch supergeil.

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